Warum dein Bikini beim Surfen verrutscht
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Ich war in einem Surfcamp in Canggu auf Bali, als mir nach einem Wipeout mein Bikini verrutscht ist.
Das hat mich damals ziemlich verunsichert.
Ich hatte plötzlich das Gefühl, nicht mehr richtig „safe“ zu sein. Und obwohl ich meinen Bikini wieder zurechtgerückt hatte, war dieses Gefühl nicht einfach verschwunden.
Von da an habe ich ständig darauf geachtet, ob noch alles richtig sitzt. Beim Paddeln, beim Pop-up und besonders jedes Mal, wenn mich eine Welle erwischt hat.
Statt mich aufs Surfen zu konzentrieren, hatte ich die ganze Zeit im Hinterkopf, dass mir das Gleiche noch einmal passieren könnte.
Ich weiß noch, dass ich damals gesagt habe: „So macht mir Surfen keinen Spaß.“
Das Ärgerliche daran war, dass ich ja genau deshalb nach Bali gekommen war: um surfen zu lernen und die Zeit im Wasser zu genießen.
Und dann war ich irgendwann mehr mit meinem Bikini beschäftigt als mit den Wellen.
Heute, einige Jahre und viele selbst entwickelte Surfwear-Schnitte später, verstehe ich ziemlich genau, warum mein Bikini damals nicht richtig gehalten hat.
Denn dass ein Bikini beim Surfen verrutscht, liegt häufig gar nicht an der falschen Größe. Entscheidend sind vor allem der Schnitt, die Position der Bündchen und das Material.
Und genau diese Dinge möchte ich dir zeigen.
Warum dein Bikini am Strand perfekt sitzt, aber beim Surfen verrutscht
Vielleicht hast du einen Bikini, den du wirklich gerne trägst. Er sitzt gut, sieht schön aus und beim Schwimmen hattest du bisher auch keine Probleme damit.
Aber sobald du damit surfen gehst, rutscht plötzlich das Oberteil hoch oder die Bikinihose nach unten.
Beim Surfen wird ein Bikini ganz anders beansprucht als am Strand. Du liegst auf dem Board, paddelst oder drückst dich beim Pop-up hoch.
Und dann sind da natürlich noch die Wipeouts.
Wenn dich eine Welle ordentlich durchwirbelt, zieht das Wasser aus unterschiedlichen Richtungen an deiner Kleidung. Ein lockerer Bikini kann dabei schnell verrutschen.
Nach einer Welle erst einmal den Bikini zurechtrücken. Genau dieses Problem kenne ich aus eigener Erfahrung.
Ein Bikini, der beim Sonnenbaden bequem ist, ist deshalb nicht automatisch ein guter Bikini zum Surfen.
1. Dein Bikinioberteil rutscht beim Surfen hoch
Wenn dein Bikinioberteil beim Paddeln immer wieder nach oben wandert, liegt das häufig am fehlenden Halt im Bund oder am Schnitt des Tops.
Bei vielen klassischen Bikinioberteilen kommt ein großer Teil des Halts vom Band unter der Brust. Ist es zu locker, kann sich das gesamte Oberteil bei Bewegung verschieben.
Vielleicht hast du schon einmal versucht, das Problem zu lösen, indem du die Träger enger gestellt hast.
Das kann helfen, wenn die Träger tatsächlich zu locker sind. Aber wenn das Unterbrustband nicht richtig sitzt, bringt es oft wenig. Die Träger ziehen dann stärker an deinen Schultern, während das Top trotzdem verrutscht.
Mein Tipp: Zieh dein Bikinioberteil an und strecke beide Arme über den Kopf. Bewege sie anschließend ein paarmal so, als würdest du paddeln.
Bleibt das Top an Ort und Stelle oder musst du es danach wieder herunterziehen?
Wenn dein Bikini trotz passender Größe ständig hochrutscht, liegt es möglicherweise am Schnitt. Ein guter Surf-Bikini sollte eng am Körper sitzen und genügend Halt bieten, ohne deine Bewegungsfreiheit einzuschränken.
2. Deine Bikinihose rutscht beim Surfen nach unten
Bei Bikinihosen ist es ähnlich. Besonders Modelle, die tief auf der Hüfte sitzen, können beim Surfen leichter nach unten rutschen.
Ich habe Modedesign studiert und anschließend über sechs Jahre in der Modeindustrie gearbeitet, unter anderem in der Hosenentwicklung.
Dabei habe ich gelernt, wie sehr der Sitz einer Hose davon abhängt, wo genau der Bund liegt.
Und bei einer Bikinihose ist das nicht anders.
Warum die Taille mehr Halt geben kann
Die Taille ist bei vielen Frauen schmaler als die Hüfte. Ein fester, elastischer Bund kann dort deshalb mehr Halt geben als ein locker sitzender Hüftbund.
Natürlich hängt das auch von deiner Körperform ab. Nicht jede High-Waist-Bikinihose sitzt automatisch besser.
Entscheidend ist die Kombination aus Schnitt, Bund und Material.
Genau deshalb haben wir bei AFATO unser WaveHold™ Band entwickelt. Ein festes, elastisches Band, das bei unseren Bikinihosen und Tops im Taillenbereich sitzt und zusätzlichen Halt geben soll.
Unser WaveHold™ Band sitzt bei den Bikinihosen direkt in der Taille und gibt zusätzlichen Halt – auch wenn es in den Wellen mal etwas wilder wird.
Mir war dabei wichtig, dass unsere Bikinis trotzdem feminin aussehen.
Deshalb gibt es bei uns zwei unterschiedliche Bottoms: Der Rise Leg Bottom hat einen höheren Beinausschnitt und zeigt etwas mehr Po. Der High Waist Bottom bietet dagegen mehr Bedeckung.
Beide haben den gleichen Ansatz beim Bund.
Denn ich finde, man sollte sich nicht zwischen einem Bikini, in dem man sich schön fühlt, und einem Bikini, der beim Surfen hält, entscheiden müssen.
3. Dein Bikini verliert im Wasser seinen Halt
Manchmal liegt das Problem weder am Schnitt noch an der Größe, sondern am Material.
Vielleicht kennst du das von einem älteren Lieblingsbikini. Am Anfang saß er perfekt, aber irgendwann fühlt er sich etwas ausgeleiert an.
Das liegt daran, dass elastische Fasern durch häufiges Tragen, Dehnen, Sonne, Salz und Chlor mit der Zeit an Spannkraft verlieren können.
Ein guter Bikinistoff muss sich mit deinem Körper bewegen und anschließend wieder in seine ursprüngliche Form zurückkehren.
Diese Eigenschaft nennt man Rücksprungkraft.
Wenn das Material zu stark nachgibt, kann selbst ein ursprünglich gut sitzender Bikini irgendwann verrutschen.
Worauf solltest du beim Material achten?
Als ich angefangen habe, die ersten AFATO-Designs zu entwickeln, habe ich mich intensiv mit unterschiedlichen Stoffen beschäftigt.
Für unsere Surfwear verwenden wir heute Vita von Carvico, einen italienischen Stoff aus regeneriertem ECONYL®-Nylon und Elasthan.
Er ist weich, elastisch und bietet gleichzeitig die nötige Stabilität für unsere Schnitte. Unsere Bikinioberteile und -hosen sind außerdem zweilagig verarbeitet.
Trotzdem braucht auch hochwertiges Material etwas Pflege.
Spüle deinen Bikini nach dem Surfen mit Süßwasser aus und lass ihn möglichst im Schatten trocknen. So kannst du dazu beitragen, dass er länger seine Form behält.
So testest du, ob dein Bikini zum Surfen geeignet ist
Bevor du mit einem neuen Bikini ins Wasser gehst, kannst du schon beim Anprobieren einiges überprüfen.
Ich würde dafür nicht einfach nur vor dem Spiegel stehen, sondern mich wirklich darin bewegen.
Mein kleiner Bikini-Check:
- Mach ein paar Paddelbewegungen. Strecke deine Arme nach vorne und achte darauf, ob dein Oberteil hochrutscht.
- Strecke beide Arme über den Kopf. Bleibt dein Top an Ort und Stelle?
- Geh in die Hocke und steh wieder auf. Musst du deine Bikinihose danach zurechtziehen?
- Überprüfe die Bündchen. Sie sollten fest anliegen, ohne unangenehm einzuschneiden.
Natürlich kann kein Test an Land einen Wipeout simulieren.
Aber wenn du deinen Bikini schon beim Anprobieren ständig korrigieren musst, ist das kein besonders gutes Zeichen.
Und noch etwas: Ein Surf-Bikini darf sich trocken durchaus etwas enger anfühlen als ein normaler Strandbikini. Er sollte aber niemals so eng sein, dass du dich nicht mehr frei bewegen kannst.
Warum ich meine Surfwear heute selbst im Wasser teste
Als ich angefangen habe, AFATO zu entwickeln, wollte ich nicht einfach nur schöne Bikinis entwerfen. Ich wollte Bikinis machen, in denen ich selbst gerne surfe.
Bevor ich AFATO gegründet habe, habe ich über sechs Jahre als Modedesignerin gearbeitet. Dieses Wissen fließt heute in die Entwicklung unserer Surfwear ein.
Heute lebe ich auf Bali und kann neue Schnitte direkt im Meer ausprobieren. Unsere Surfwear wird hier in einem kleinen familiengeführten Betrieb produziert. Bevor ein Design in den Verkauf kommt, wird es im Wasser getestet. Und dabei merkt man manchmal Dinge, die bei der Anprobe überhaupt nicht auffallen. Vielleicht sitzt ein Bund noch nicht fest genug oder ein Oberteil bewegt sich beim Paddeln zu sehr.
Dann wird der Schnitt angepasst und erneut getestet.
So sind auch unterschiedliche Konstruktionen für unsere Tops entstanden.
Bei unserem Back-Zip Bikini Top sitzt das WaveHold™ Band im Taillenbereich. Zusammen mit dem körpernahen Schnitt und dem Rückenreißverschluss soll es für besonders sicheren Halt sorgen.
Bei unserem V-Neck Top haben wir dagegen einen anderen Ansatz gewählt. Hier sitzt das Band direkt unter der Brust, und die Träger lassen sich individuell einstellen.
Zwei unterschiedliche Designs, die beide zum Surfen entwickelt wurden.
Denn es gibt nicht den einen perfekten Bikini für jede Frau.
Wichtig ist für mich, dass sich unsere Surfwear nicht nur beim Anprobieren gut anfühlt, sondern auch im Wasser funktioniert.
Mein Fazit: Beim Surfen möchte ich an die Wellen denken, nicht an meinen Bikini
Wenn dein Bikini beim Surfen ständig verrutscht, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Manchmal ist er tatsächlich zu groß. Häufig liegt es aber am Schnitt, an einem zu lockeren Bund oder am Material.
Ich habe damals in Canggu selbst erlebt, wie unangenehm das sein kann.
Und genau deshalb stecke ich heute so viel Zeit in die Entwicklung unserer Surfwear.
Ich möchte, dass Frauen sich beim Surfen schön und sicher fühlen können, ohne ständig darüber nachdenken zu müssen, ob noch alles richtig sitzt.
Denn das Beste am Surfen ist für mich dieses Gefühl, wenn ich im Wasser bin und mich voll und ganz auf die nächste Welle konzentrieren kann.
See you in the water!
Diandra
Gründerin & Designerin von AFATO Surfwear